Astronomy Seeing

Mit Astronomy Seeing stellt meteoblue ein Service für Astronomen, Meteorologen und andere Nutzer zur Verfügung, die eine Vorhersage für Sichtbarkeit des Sternenhimmels und die atmosphärischen Bedingungen während der nächsten Tagen brauchen und kennen möchten.
Astronomy seeing begann in 2005, und wurde ergänzt in Juni 2009 und 2012 mit Planeten-Phasen und einem neuen Design. Seeing ist verfügbar für jeden Ort der Welt, kostenlos für 3 Tage voraus und für 7 Tage mit point+.

Bedienungsanleitung und Tips

Astronomy Seeing

Achten Sie auf den Vergleich mit Ihren Beobachtungen, denn die Werte können die Realität nicht immer genau wiedergeben wegen der vielen Einflussfaktoren. Für gute Bedingungen der Sichtbarkeit suchen Sie die dunklen Farben in der Spalte der Wolkenbedeckung (cloud cover) und grüne Werte in der Spalte der Sichtbarkeitsindizes (Seeing Index 1 und Index 2) und Jet Stream.

Die Wolkenbedeckung ist in 3 verschiedenen Schichten angegeben (0-4 km ü.NN, 4-8 ü.NN, 8-15 km ü.NN), jeweils in Prozent für die angegebene Zeit. Die Prozentzahl schliesst die Anzahl und Dichte der Wolken ein, die erwartet werden. Eine teilweise Bedeckung von 2 Schichten kann zu einer gesamthaften Bedeckung des Himmels führen. Bei hoch liegender Bewölkung (Cirren) kann auch eine teilweise Bedeckung zur vollständigen Unterbrechung der Sternsicht führen. Auf einer durchschnittlichen Geländehöhe von über 4000 m sollte die tiefe Bewölkung in der Anzeige (leer oder Null) nicht berücksichtigt werden. - sie gilt in diesem Fall nur für Täler, die unter 4 km liegen. Nebel und sehr tiefe Wolken werden hier nicht gezeigt (schauen Sie auf pictocast für Nebel).

Seeing1 und Seeing2 sind zwei verschiedene Modelle, mit denen die Lufttrübung berechnet wird, unabhängig von der Wolkenbedeckung. Sie beschreiben nur die Sicht durch den klaren Anteil der Luft. Beide gewichten die Luftschichtung anders: Seeing2 legt mehr Gewicht auf Dichteschwankungen, und zeigt daher eher Luft-„flimmern“ aufgrund von Turbulenzen an. Wenn die Wolkendeckung 100% beträgt, ist auch bei einem Seeing Index von „5“ wegen der Wolkendecke keine Himmelsbeobachtung möglich. Diese Situation tritt öfters bei Nebel oder nach einer Kaltfront auf. Umgekehrt ist es möglich, dass bei wolkenlosem Himmel (Bewölkung 0%) und sichtbaren Sternen eine Beobachtung sehr schwer ist, wenn der Seeing Index niedrig ist (“1"), da dann Turbulenzen einen scharfen Blick behindern. 

Anmerkung: Es gibt 2 Gründe, die Bewölkung nicht in die Berechnung des Seeing Index einzubeziehen: 1. der Seeing Index ist ein Zustand der Luft - und ist folglich unabhängig von der Wolkenbedeckung. 2. öfters ist die Wolkendecke spärlich, und dann kann zwischen den Wolken hindurch beobachtet werden. In diesem Fall wäre es sehr schwer, den "Schwellenwert" der Bewölkung einzustellen, der den Seeing Index beeinflusst und alle Benutzer zufriedenstellt.

Arcsecond ist eine Winkelmessungseinheit. 1 Arcsecond entspricht 1/3'600 Grad oder 1/1'296'000 eines Kreises. Arcsecond kann mit Hilfe eines Teleskops für die Bestimmung der Minimalgrösse eines Objekts im Himmel benutzt werden. Die gezeigten arcsecond Messungen basieren auf "Seeing 1", "Seeing 2" und "Bad layers" und korrelieren deswegen nicht direkt mit allen Wetter-Variablen.

Grundlegende Informationen zu Berechnungen (auf Französisch).

Starker Jetstream  (> 35m/s) führt  normalerweise zu schlechter Sicht, ebenso  wie sehr niedrige Geschwindigkeiten (<5m/s).

Bad layers zeigen die Höhe der Luftschichten, in denen Turbulenz zu Luft- und Partikel-Wirbeln, und damit zu einer Beetinträchtigung des astronomischen "Seeing" führt. Bad layers haben Temperaturgradienten >0.5K/100m. Der aktuelle Gradient wird in K/100m angegeben. Auf die schlechten Schichten wird mit bad layers bot/top hingewiesen (bot = unten, top = oben).

Visible planets und die Koordinaten berücksichtigen auch die Temperaturprofile der Atmosphäre. Folgende Planeten sind verfügbar: MVMJSUNP => Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Wenn Sie den Cursor über die Planeten-Spalte bewegen, erscheinen stündliche Koordinaten für jeden Planeten: Azimuth (Az) von Norden mit Höhe in Grad (Alt) über dem Horizont, Rektaszension (RA) und Deklination (DEC). Bei Nachfrage können wir 10min-Koordinaten und zusätzliche Parameter hinzufügen.