Kaltfront

Ankunft einer Kaltfront

Ankunft einer Kaltfront
Foto: meteoblue

Eine Kaltfront wird als der Vorderrand einer kühleren Luftmasse Luft definiert, die sich als "Front" vorwärts bewegt und eine wärmere Luftmasse (in Bodennähe) ersetzt, indem sie diese anhebt, während sie vorankommt.

Von vorne betrachtet sieht eine Kaltfront aus wie eine Walze aus dunklen, niedrig hängenden Wolken, die sich normalerweise mit Geschwindigkeiten von 30 bis 80 Km/h vorwärts bewegt. Wenn sie ankommt, bedeckt sie den Himmel rasch und verringert das Tageslicht beträchtlich bis zu dem Punkt, dass die Lichter in Gebäuden eingeschalten werden müssen.

Wie entwickelt sich eine Kaltfront und wie beeinflusst sie das Wetter?

Entstehung einer Kaltfront

Schema einer Kaltfront

Schema einer Kaltfront
Quelle: Wikimedia Commons

Eine Kaltfront entsteht zwischen einem Hoch- und Tiefdruckgebiet. Der Druckunterschied verursacht den Fluss von Kaltluft aus dem Hochdruck- zum Tiefdruckgebiet. Voraussetzung für die Bildung einer Kaltfront ist eine starke Erwärmung und Hebung der Luft mit folgendem Druckabfall (Tiefdruck), sowie ein hoher Druckunterschied.
Bei größeren Druckunterschieden nimmt die Geschwindigkeit und Menge der Luftbewegung zu. Dadurch werden größere Mengen an Kaltluft in Bewegung gesetzt und daraus kann sich eine Front mit mehreren hundert Kilometer Breite bilden. Diese Front wird weiter durch die nachfließende Kaltluft, die der Vorderfront folgt, weiter zusammengepreßt.
Kaltfronten bewegen sich i.d.R. schnell voran, und heben dabei die voran gelegene Warmluft an. Unter bestimmten Bedingungen kann jedoch Kaltluft auch auf die Warmluft aufgleiten und diese dann durchmischen und auskühlen.
Kaltfronten verursachen gewöhnlich Niederschlag, weil sie die Luft soweit abkühlen, daß die enthaltenen Feuchtigkeit kondensiert.