Strahlung / Bewölkung

Anhand von Satellitenbildern wird die aktuelle Wolkensituation beobachtet und die globale horizontale Einstrahlung (GHI) kann präzise abgeleitet werden. Daher ist diese vom Satelliten abgeleitete Strahlung sehr nützlich, um den Ertrag der Solarenergie-Anlagen abzuschätzen. Während historische Werte zur Bewertung der langfristigen Produktion verwendet werden, ermöglichen Echtzeitwerte das Nowcasting und die Überwachung des tatsächlichen Systemverhaltens. Kurzwellenstrahlung ist die wichtigste Energiequelle für alle Pflanzen, daher sind diese Datensätze auch für Umwelt- und landwirtschaftliche Zwecke interessant.

Derzeit bietet meteoblue folgende Datensätze an:

  • Meteosat Cloud Physical Properties (KNMI) - deckt Europa, die arabische Halbinsel, Afrika, Brasilien und Teile seiner Nachbarländer ab.
  • Weitere Satelliten werden in Kürze implementiert (Nord- und Südamerika, Indien, Japan usw.).

Meteosat Cloud Physical Properties (KNMI)

Bereich Metadaten
Bezeichnung Meteosat Cloud Physical Properties
Kurzbezeichnung Meteosat, MSGCPP
Version 4.0, 2011
Thema Meteosat, Kurzwellenstrahlung, Wolkeneigenschaften, Satellit
Zeitraum 2014 bis heute
Frequenz täglich
Aktualisierungsverzögerung < 24 Stunden
Zeitauflösung stündlich
Räumlicher Typ Unregelmäßiges Gitter, geostationärer Satellit bei 0.0N / 0.0S
Räumliche Ausdehnung 50°W bis 50°E / 80°S bis 80°N
Räumliche Auflösung 12 km am Nadir (0N, 0E)
Koordinatensystem WGS-84
Erdmodell WGS-84
Räumliches Bezugssystem  
Herausgeber KNMI (Niederländisches Meteorologisches Institut)
Datum Erstveröffentichung Dezember 2011
Verlängerungsdatum  
Beschreibung Indirekt abgeleitete / modellierte Kurzwellenstrahlung und Wolkeneigenschaften. Der Ansatz erfordert zwei unabhängige Schritte: 1. Wolkeneigenschaften werden aus schmalbandigen Satellitenbahnen bestimmt. 2. Diese Wolkeneigenschaften werden zusammen mit Daten zur Wasserdampfsäule und zur Oberflächenbedingung verwendet, um die Durchlässigkeit für die atmosphärische Strömung zu berechnen. Die wiedergewonnene Bestrahlungsstärke weist während des ganzen Jahres eine Unterschätzung von etwa 3 bis 4 W / m2 auf, was einer Unterschätzung der Durchlässigkeit für die atmosphärische Strömung von etwa 0,015 im Sommer und 0,04 im Winter entspricht. Aus einer linearen Regression der kleinsten Quadrate werden für stündliche, tägliche undm monatliche mittlere Bestrahlungsstärken (Durchlässigkeit, relativer Fehler) verbleibende Standardabweichungen von 56 W/m2 (0,072, 17,0%), 11 W/m2 (0,052, 10,8%) und 4 W/m2 (0,021, 4,2%) ermittelt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Genauigkeit der Methode im Sommerhalbjahr mit erstklassigen Pyranometern vergleichbar ist (5% der Tagesmittelwerte), im Winter jedoch deutlich niedriger ist. Zwei Aspekte, die einer weiteren Untersuchung bedürfen, wurden identifiziert: 1. Bei dünnen Wolken wird die Durchlässigkeit der atmosphärischen Strömung stark unterschätzt. 2. Die Wiederherstellungsgenauigkeit ist über schneebedeckten Flächen reduziert.
Detaillierte Spezifikation HM Deneke, AJ Feijt, RA Roebeling. Estimating surface solar irradiance from METEOSAT SEVIRI-derived cloud properties, published, Remote Sens. Environ., 2008, 112
Homepage URL http://msgcpp.knmi.nl/mediawiki/index.php/MSGCPP_product_description
Sicherheitsklassifizierung öffentlich
Zugangs-Level keine Einschränkungen
Lizenz http://msgcpp.knmi.nl/mediawiki/index.php/MSGCPP_product_description#Access_constraints

Aktuelle Probleme mit dem Datensatz

Die Meteosat-Daten sind von einer Stunde nach Sonnenaufgang bis zu einer Stunde vor Sonnenuntergang verfügbar, d.h. für die ersten und letzten Stunden mit niedrigen Sonnenwinkeln sind die Strahlungswerte gleich Null. Dies führt zu zu niedrigen Werten, wenn die Daten zu Tages- oder Monatssummen aggregiert werden, wobei eine Unterschätzung von etwa 10% vorliegt. Daher empfehlen wir, alle Werte unter 50 W/m2 durch Strahlungswerte aus einem Wettermodell (z. B. NEMSGLOBAL) zu ersetzen.