Überwachungssystem und Prozess

Das meteoblue Stadtklimaüberwachungssystem besteht aus vier verschiedenen Modulen und kann innerhalb von weniger als einem Jahr voll einsatzfähig gemacht werden. Das System ist so konzipiert, dass die für die Stadt entwickelten Services über einen Projektzeitraum von 1-3 (oder mehr) Jahren nachhaltig weitergeführt werden können. Je nach Anwendungsfall des Kunden kann jedes Modul auch einzeln implementiert werden. Nach erfolgreicher Fertigstellung der Module sind folgende Ziele erreicht:

  • Das IoT-Messnetz ist erfolgreich installiert und voll funktionsfähig
  • Messdaten, Wärmekarten und weitere Analysen sind in ein bereits bestehendes Smart City Dashboard integriert und für alle Stakeholder in Echtzeit verfügbar
  • Ein Katalog verschiedener Stadtplanungsszenarien steht allen Stakeholdern zur Verfügung und bietet eine solide wissenschaftliche Grundlage für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel
  • Wir bieten weitere Unterstützung bei der Entscheidungsfindung zu Folgemaßnahmen

Dr. Sebastian Schlögl, Head of Meteorology at meteoblue, speaks about challenges arising from climate change, and the ability to monitor and mitigate associated risks.

Einrichtung

In der ersten Phase wird ein vollautomatisches IoT-Messnetz in städtischen Gebieten (sowie in den umliegenden ländlichen Gebieten) installiert, das Lufttemperatur und Niederschlag an typischerweise ≥50 verschiedenen, nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählten Standorten misst. Ziel ist es, alle lokalen Klimazonen und Points of Interest dort abzudecken, wo die (oft kostspieligen) offiziellen WMO-Stationen keine Daten haben. Alternativ können auch Daten aus bestehenden Messsystemen in die Prozesskette integriert werden.

Betrieb

In der zweiten Phase wird ein Echtzeit-Überwachungssystem eingesetzt, das kalibrierte und qualitätskontrollierte Messungen anzeigt und Satellitendaten und externe Modelle nutzt, um spezielle Stadtklimakarten zu erstellen (z. B. Wärmekarten, die den städtischen Wärmeinseleffekt mit einer räumlichen Auflösung von 10 m erfassen und darstellen, Kaltluftströmungskarten oder Niederschlagsrisikokarten). Das Echtzeit-Überwachungssystem kann optional in bestehende Stadtmanagement-Plattformen integriert werden.

Planung

In der dritten Phase wird ein Oberflächenenergiebilanzmodell für mögliche Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel z. B. Dachbegrünung, Bewässerung, Oberflächenentsiegelung) für städtische Hotspots angewendet, um die beste Anpassungsstrategie in der Stadt auszuwählen. Darüber hinaus können bereits geplante Maßnahmen priorisiert und die wirtschaftliche Effektivität bewertet werden.

Validierung

In der vierten Phase werden die Auswirkungen der Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel mit Hilfe des IoT-Messnetzes analysiert und die Orte, an denen Anpassungsmaßnahmen durchgeführt wurden, mit denen verglichen, an denen keine Anpassung stattfand.

meteoblue arbeitet mit Stationslieferanten, lokalen Dienstleistern und unseren wissenschaftlichen Partnern zusammen, um die bestmögliche Qualität zu gewährleisten und alle relevanten Meilensteine fristgerecht zu erreichen. Jedes Projekt ist so konzipiert, dass die für die Stadt entwickelten Services nach Erreichen der Meilensteine am Ende der jeweiligen Projektphase nachhaltig weitergeführt werden können. Optimalerweise werden die ersten drei Phasen innerhalb von 1,5 Jahren abgeschlossen und unterstützen so die Stadtverwaltung bei der Anpassung an den Klimawandel.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Phasen und eine Schätzung des ungefähren zeitlichen Aufwands für das Erreichen der Meilensteine.

Zeitleiste der Projektphasen